Nutzungsbedingungen
Regeln für Suchaufträge, Hinweise und Angebote auf Praxisfinder.at.
1. Geltungsbereich und Betreiber
Diese Bedingungen beschreiben die Nutzung der Plattform Praxisfinder.at durch private und gewerbliche Nutzer. Betreiber und Vertragspartner für die Plattformnutzung: [Vollständiger Betreibername / Firma – noch einzutragen], Anschrift: [Öffentliche, zustellfähige Anschrift – noch einzutragen]. Weitere Angaben stehen im Impressum. Solange Betreiber- und Betriebsangaben offen sind, ist dies eine Vorbereitungsvorlage und keine Erklärung, dass die Plattform zum Marktstart freigegeben ist.
2. Was Praxisfinder bereitstellt
Suchende veröffentlichen ihren Bedarf. Andere Nutzer antworten mit Hinweisen oder Angeboten. Praxisfinder stellt die technische Plattform bereit. Verträge über die gesuchte Leistung kommen zwischen den beteiligten Nutzern zustande. Praxisfinder ist weder deren Erfüllungsgehilfe noch Treuhänder für die Bezahlung. Eine Vermittlung oder ein wirtschaftlicher Erfolg wird nicht garantiert.
Eine E-Mail-Bestätigung bestätigt die Verfügung über ein Postfach. Sie stellt keine Identitäts-, Gewerbe-, Qualifikations- oder Bonitätsprüfung dar. Nutzer prüfen die Eignung und Berechtigung ihrer Vertragspartner selbst.
3. Registrierung und Zugang
Für kontogebundene Funktionen sind eine E-Mail-Adresse, ein Anzeigename, ein Passwort und die Auswahl der vorgesehenen Nutzung erforderlich. Neue Konten müssen ihre E-Mail-Adresse bestätigen. Bestätigungslinks gelten 24 Stunden und können einmal verwendet werden. Zugangsdaten sind vertraulich zu behandeln. Bei Verdacht auf einen unberechtigten Zugriff ist das Passwort zurückzusetzen und der Betreiber zu verständigen.
Gewerbliche Nutzer müssen zur Vertretung ihres Unternehmens berechtigt sein. Gesetzlich notwendige Gewerbe- oder Berufsberechtigungen müssen vorliegen. Die Plattform ersetzt diese Berechtigungen nicht. Die Regeln zur Geschäftsfähigkeit und zu erforderlichen Zustimmungen gelten unabhängig von der technischen Registrierung.
4. Suchaufträge und Belohnungen
Suchaufträge müssen einen tatsächlichen Suchbedarf verständlich und wahrheitsgemäß beschreiben. Reine Anbieterwerbung gehört nicht in die Suchaufträge. Titel, Beschreibung, Kategorie, Region, Preisangaben und veröffentlichte Bilder sind öffentlich. Private Kontaktdaten, Gesundheitsdaten, Zugangsdaten und Daten unbeteiligter Personen gehören nicht in öffentliche Inhalte.
Bei einer Suche mit Belohnung beschreibt der Suchende die gesuchte Hilfe und die Bedingungen einer zugesagten Belohnung. Ansprüche, Auszahlung und etwaige Streitigkeiten sind zwischen den beteiligten Nutzern zu klären. Praxisfinder hält keine Belohnung treuhändig und garantiert keine Auszahlung.
5. Angebote und Preisangaben
Anbieter beschreiben Leistung, Umfang, Voraussetzungen und Preis nachvollziehbar. Angegebene Angebotspreise sind vollständige Endpreise einschließlich vorhersehbarer Arbeits-, Material-, Anfahrts- und Nebenkosten sowie einer gegebenenfalls anfallenden Umsatzsteuer. Weitere Kosten erfordern eine gesonderte transparente Vereinbarung. Gewerbliche Anbieter erfüllen gegenüber Verbrauchern ihre eigenen Informations-, Rücktritts- und Gewährleistungspflichten.
6. Status und Vertragsschluss zwischen Nutzern
Die Plattform kennt unter anderem „eingereicht“, „Rückfrage offen“, „Angebot angepasst“, „angenommen“, „abgelehnt“, „abgeschlossen“ und „storniert“. Diese Status dienen der Dokumentation. Eine ausdrückliche Annahmeerklärung kann einen Vertrag zwischen den Beteiligten begründen; maßgeblich sind der Inhalt ihrer Erklärungen und die gesetzlichen Regeln. Eine Statusänderung allein ersetzt weder eine Rechnung noch einen Zahlungsnachweis oder eine rechtswirksame Aufhebung eines bereits geschlossenen Vertrags.
7. Gebührenmodell
Das Erstellen eines Kontos und das Veröffentlichen eines Suchauftrags sind kostenlos. Eine Vermittlungsgebühr wird ausschließlich Dienstleistern und Verkäufern für vermittelte Aufträge und Verkäufe verrechnet. Rechnungsempfänger ist der Dienstleister oder Verkäufer, der das Entgelt für die Leistung beziehungsweise Ware erhält. Suchende, Käufer und Hinweisgeber zahlen keine Vermittlungsgebühr. Hinweisgeber sind auch dann von der Vermittlungsgebühr ausgenommen, wenn sie eine Belohnung erhalten. Die Zahlung einer vereinbarten Leistung, Ware oder Belohnung an den jeweiligen Empfänger bleibt davon unberührt. Für Dienstleister und Verkäufer sieht das bestehende Modell bei Annahme ihres Angebots folgende Erfolgsgebühr vor:
- Auftragswert unter 100 Euro: keine Erfolgsgebühr.
- Ab 100 Euro: 1 Euro je volle 100 Euro des angenommenen Angebotswerts.
- Höchstens 50 Euro je angenommenem Angebot.
Beispiele: 100 Euro → 1 Euro; 250 Euro → 2 Euro; 1.000 Euro → 10 Euro; ab 5.000 Euro → höchstens 50 Euro. Bemessungsgrundlage ist der angenommene vollständige Angebotspreis. Die genannten Plattformgebühren sind Endpreise; eine gegebenenfalls anfallende Umsatzsteuer ist enthalten und wird nicht zusätzlich aufgeschlagen. Ob Umsatzsteuer auszuweisen ist oder eine Befreiung gilt, richtet sich nach dem tatsächlichen Steuerstatus des Betreibers. Eine Steuerbefreiung wird hier nicht behauptet.
Das Modell knüpft an die Annahme des Angebots an. Für eine tatsächlich unberechtigte, fehlerhafte oder aufgehobene Gebührenforderung ist eine Prüfung und gegebenenfalls Korrektur erforderlich. Der technische Gebührenstatus ist kein alleiniger Nachweis einer rechtlich bestehenden Forderung. Die Plattform bietet derzeit keinen automatischen Zahlungs- oder Treuhanddienst. Die Rechnung über eine Betreibergebühr und die Rechnung über die Hauptleistung sind getrennte Vorgänge.
8. Verbraucherrechte bei der Plattformnutzung
Zwingende Verbraucherrechte bleiben uneingeschränkt bestehen. Bei einem anwendbaren Fernabsatzvertrag kann insbesondere ein gesetzliches Rücktrittsrecht bestehen. Der Marktstart eines entgeltlichen Verbraucherangebots setzt die passende vorvertragliche Information, Rücktrittsbelehrung einschließlich Musterformular und die technisch korrekte Bestell- und Bestätigungsstrecke voraus. Dieser Entwurf erklärt keinen Verzicht auf ein Rücktrittsrecht und fordert keinen vorzeitigen Leistungsbeginn an.
Die Anbieter erfüllen für ihre eigenen Verträge mit Verbrauchern die jeweils einschlägigen Informationspflichten. Praxisfinder übernimmt diese Pflichten nicht allein durch die Bereitstellung der Plattform.
9. Zulässige Nutzung und Inhalte
Unzulässig sind rechtswidrige Waren oder Leistungen, Betrug, irreführende Angaben, Drohungen, Diskriminierung, Verletzungen von Persönlichkeits- und Schutzrechten, Spam, automatisierte Massenanfragen und missbräuchliche Konten. Nutzer dürfen nur Inhalte und Bilder einstellen, für die sie die erforderlichen Rechte besitzen. Eine allgemeine Prüfung aller Nutzerinhalte findet nicht statt.
10. Nutzungsrechte
Rechte an eingestellten Inhalten verbleiben beim Nutzer beziehungsweise dem jeweiligen Rechteinhaber. Der Nutzer räumt dem Betreiber ein nicht ausschließliches, auf den Plattformbetrieb beschränktes Recht ein, Inhalte zu speichern, technisch aufzubereiten und entsprechend ihrer gewählten Sichtbarkeit darzustellen. Eine darüber hinausgehende Nutzung für fremde Werbung wird dadurch nicht eingeräumt. Bei Entfernung von Inhalten endet die öffentliche Darstellung; erforderliche Nachweise und Sicherungskopien richten sich nach den Datenschutz- und Aufbewahrungsregeln.
11. Meldungen, Moderation und Überprüfung
Mutmaßlich rechtswidrige Inhalte oder Regelverstöße können ohne Nutzerkonto über Kontakt und Inhalte melden gemeldet werden. Benötigt werden die genaue Fundstelle und eine nachvollziehbare Begründung; Kontaktdaten und eine Erklärung zur Richtigkeit der Meldung ermöglichen die Bearbeitung und Rückmeldung. Die Kontaktseite erläutert auch die gesetzliche Ausnahme von der Angabe von Name und E-Mail.
Vorgesehen ist eine menschliche Prüfung durch berechtigte Administratoren. Eine KI-gestützte automatische Inhaltsentscheidung ist in den geprüften Abläufen nicht eingerichtet. Je nach Verstoß können Inhalte eingeschränkt oder entfernt und Konten vorübergehend gesperrt werden. Maßnahmen müssen verhältnismäßig sein; bei unmittelbaren Sicherheitsrisiken kann eine vorherige Anhörung entfallen. Soweit erforderlich, sind Gründe, Umfang und verfügbare Überprüfungsmöglichkeiten mitzuteilen. Betroffene können über denselben Kontaktweg eine Überprüfung unter Darlegung ihrer Gründe verlangen. Gesetzliche Rechtsbehelfe bleiben bestehen. Die dafür erforderlichen organisatorischen Abläufe sind vor dem Marktstart sicherzustellen.
12. Beendigung der Nutzung
Die Beendigung der Plattformnutzung und die Löschung eines Kontos können über den Kontaktweg angefordert werden. Eine vollständige automatische Selbstlöschung aller Plattformdaten ist derzeit nicht eingerichtet. Offene Verträge zwischen Nutzern werden dadurch nicht automatisch aufgehoben. Berechtigte Forderungen und notwendige Nachweise können fortbestehen. Personenbezogene Daten werden nach Maßgabe der gesetzlichen Pflichten und der Datenschutzhinweise behandelt.
13. Verfügbarkeit und Haftung
Technische Störungen und Wartungen können die Nutzung beeinträchtigen. Es wird keine jederzeitige Verfügbarkeit zugesagt. Für die Verantwortlichkeit und Haftung des Betreibers gelten die gesetzlichen Bestimmungen. Die Rolle als Vermittlungsplattform beseitigt keine eigenen gesetzlichen Pflichten. Zwingende Haftung, insbesondere bei Personenschäden, Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit, wird nicht ausgeschlossen.
14. Datenschutz, Steuern und gesetzliche Meldungen
Die Verarbeitung personenbezogener Daten wird in der Datenschutzerklärung erläutert. Nutzer sind für ihre eigenen steuerlichen Pflichten verantwortlich. Etwaige gesetzliche Plattform-Meldepflichten sind vom Betreiber nach den tatsächlich vermittelten Tätigkeiten und Abläufen zu beurteilen; diese Klausel ersetzt weder eine solche Prüfung noch erforderliche Erhebungs- oder Meldeverfahren.
15. Änderungen und anwendbares Recht
Wesentliche Änderungen sind vor ihrer Anwendung verständlich mitzuteilen und erforderlichenfalls neu zu vereinbaren. Schweigen wird durch diese Bedingungen nicht pauschal als Zustimmung gewertet. Es gilt österreichisches Recht unter Wahrung zwingender Verbraucherschutzrechte. Die gerichtliche Zuständigkeit richtet sich nach den gesetzlichen Vorschriften; ein ausschließlicher Gerichtsstand zulasten von Verbrauchern wird nicht festgelegt.